test brooks ghost gtx

so. endlich habe ich den testreport zum brooks ghost gtx geschrieben.
hatte ich schon so lange vor, aber momentan geht halt nix weiter.

jedenfalls ist er nun online.
ghost - nachricht von matthias

update:
jetzt hier übernommen, da er auf der brooks-seite ja nicht ewig online sein wird.


Ghost – Nachricht von Matthias

Mein Ghost GTX wurde mir jetzt schon unheimlich.
Seit Anfang Dezember habe ich damit 16 Läufe mit 220 Kilometern absolviert, aber der fällige Testbericht wollte und wollte nicht entstehen.
Gespenstisch.

Ob es daran liegt, dass ich den Schuh unbeschreiblich gerne laufe?
Könnte sein. Denn das ist zweifelsohne die Wahrheit.
Aber der Reihe nach.

Diesen Winter konnte ich endlich zwei Gore-Tex Schuhe anderer Marken zur Seite stellen. Brooks hat nämlich mit dem Adrenaline GTX und dem Ghost GTX zwei Modelle auf den Markt gebracht, die fast alle Bereiche abdecken. Zum Adrenaline GTX hab ich mein Testurteil schon vor einiger Zeit abgegeben. Mittlerweile bin ich mit diesem schon 440 Kilometer unterwegs gewesen und nach wie vor schwer beeindruckt. Mein absoluter Winter-Allround-Schuh. Auch heute wieder.

Von daher war es total spannend, mit dem Ghost GTX ein paar Runden zu drehen. Diesen habe ich doch 2 Monate später erhalten. Macht ein zweites GTX Modell überhaupt Sinn?

Was Brooks sagt: Beschreibung Ghost GTX.

Von den eingesetzten Technologien unterscheiden sich der Adrenaline GTX und der Ghost GTX nur unwesentlich. Der Adrenaline GTX hat eine Pronationsstütze, DRB Diagonale Rollbar genannt eingebaut. Ansonsten glänzen beide mit DNA, DRB Accel, BioMoGo, Pod Construction, Caterpillar Crash Pad, …

Gewicht?
In Größe US13(!) hat mein Ghost GTX 1 Gramm weniger angezeigt. Hm … Beide sind mit ca. 430 Gramm in dieser Größe durchaus im grünen Bereich. Sehr viele andere Gore-Tex Winterschuhe bringen mehr Gewicht auf die Waage.

Beide werden von Brooks in der Kategorie “Trail” geführt. Und genau das tut dem Ghost GTX meiner Meinung nach Unrecht.
Off-Piste ist der Adrenaline GTX für mich im Vergleich unschlagbar. Dieser Schuh ist ein Allroundler, der praktisch keine Grenzen kennt.

ABER der Ghost GTX ist ein toller Straßenschuh, der im Winter hier alle Stückerln spielt. Nicht umsonst ist der “Modellbruder” Ghost 4 allgemein so beliebt und konnte auch viele internationale Preise einheimsen. Optisch wirklich gut gelungen. Mir gefällt die Farbkombination sehr gut. Auch die Reflektoren sind im Winter eine feine Sache.

Der Ghost läuft sich ziemlich flott. Der Normalschuh unterstützt die Abrollphase perfekt, bietet ein gutes Maß an Dämpfung und die DNA-Technologie macht den Abdruck sehr dynamisch. Wirklich bemerkenswert ist meiner Ansicht nach allerdings der super Grip bei Schnee und Eis. Ich laufe im Winter praktisch täglich zumindest Teile meiner Arbeitsstrecke auf eisigem Untergrund. Mit dem Ghost fühle ich mich hier sehr sicher. Die Sohlenkonstruktion und Gummi-Mischung muss den Entwicklern bei Brooks super gelungen sein. Und die Gore-Tex Membran lässt mich immer mit trockenen und warmen Füssen nach Hause kommen. Zumindest hier in Tirol ist GTX im Winter für mich Pflicht.

Also als Winter-Straßenschuh für mich 1. Wahl.
Da bin ich vollends begeistert.

Einzig mit der Schnürung bin ich nicht so glücklich. Hier hätte man das Adrenaline GTX System übernehmen können. Beim Ghost passiert es mir ab und zu, dass ich zu fest schnüre und dann kurz stehenbleiben muss und nochmal nachjustieren.

Danke, Brooks! Ach ja – Gamaschen wären auch noch toll. ;-)

Kurz noch zu mir, um den Test vielleicht besser einordnen zu können. Ich laufe mittlerweile seit 5 Jahren und bin wohl ein sogenannter “ambitionierter Hobbyläufer”. 39 Jahre, 192 cm, 80 kg, Mittelfußläufer, heuer werden es ca. 3.500 Jahreskilometer. Marathon PB – 02:54.


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