mit dem rennrad von mötz nach wien - tag 1: mötz - wels

EIGENTLICH wollte ich ja von mötz nach cavallino radeln. meine dame überraschen, die dort mit unserer nachbarin auf urlaub war.
ABER - das ganze gestaltete sich zum zurückkommen so kompliziert, dass ich das einfach streichen musste.

die vorgabe war, am SA in der früh zu starten und am SO abends wieder daheim zu sein. MO ganz normal arbeiten.

irgendwie war ich aber so von der idee einer grösseren radltour angefixt, dass ich kurzerhand als ziel wien auswählte.
mit dem zug retour sollte von dort nicht allzu schwierig sein.

blöd halt, dass ich durch diese kurzfristige planänderung keine zeit mehr hatte, die route auch nur ein bisschen auszuarbeiten und dann am GARMIN edge 820 abzufahren.
dieser hat zwar auch eine routingfunktion zur direkten eingabe, allerdings mag ich das irgendwie nicht. da ist/wäre der edge 1030 schon besser, weil mit grösserem display.

egal. kleinen rucksack gepackt. radl geputzt. (halbwegs HAHA!) früh ins bett ...
regen. bzw. grade kurz nach einem regenguss.
sehr lässig. will man machen.

die ersten 40km von mötz nach innsbruck waren eher fad.
fahre ich halt zig mal im jahr und grad in dem fall freute ich mich ja auf neuland. gefühlsmässig begann der spass erst ab innsbruck ende.
ausserdem war es so ziemlich genau ab da auch trocken. sensationell.

von innsbruck raus gleich mal auf den radlweg abgebogen und dort entlang. das ging erstaunlich gut.
na ja - ist halt nicht unbedingt die kürzeste variante, aber ich hatte ja auch nicht viel vor. g

so war es zumindest mal bis wörgl total stressfrei.
bis auf EINIGE schotterpassagen, die ich eigentlich noch aus meiner sandoz-zeit im kopf haben hätte können.
nicht so fein mit dem rennrad. vor allem hatte ich patschenmässig immer etwas bauchweh. aber zum glück unbegründet.

dort - nach 100km - mal kurz etwas getrunken und versucht mich zu orientieren, wie ich am besten durch wörgl und in richtung lofer kommen würde.

ab dort verabschiedete ich mich auch vom radlweg.
dieser ging neben der "normalen" strasse nur mehr kreuz und quer. ab da natürlich viel verkehr.
das stört mich aber nicht so wirklich, wenn ich alleine unterwegs bin. nebeneinander wäre hier aber definitiv unmöglich bzw. wohl lebensgefährlich.
fast schon lustiger, dass die autos durch mehrere staus kaum schneller waren. immer wieder die gleichen überholt und überholt worden.

wenigstens war ein verfahren hier nicht möglich. die nächsten orte waren jeweils klar und auf der schnellstrasse natürlich gut angeschrieben.

in lofer die einzig richtige pause gemacht. 30 minuten auf einer tankstelle. HAHA! viel trinken und ... laugenbrezen. die liebe ich bei längeren sachen. v.a. salzig und eine prima abwechslung zu den süssen saftln.
normalerweise trinke ich ja immer nur wasser und esse eigentlich gar nichts. aber auf die distanz wäre das wohl suboptimal.
schmecken werden mir die kh-getränke aber wohl nie.
vor allem die nicht, welche man auf der tankstelle kaufen kann.

dann wieder flott weiter ... bis schneizlreuth, recht kurz vor berchtesgaden, wo ich plötzlich vor einem schild mit radfahrverbot stand.
sehr super.
die umleitung war wieder einige kilometer ohne asphalt. in dem fall aber tw. sogar richtige waldwege.
hardigatti. danach war mir wirklich nicht.
mir völlig unverständlich, wie man hier als rennradler weiterkommen soll. wenn man nicht grad ewig zeit für gröbere umwege hat.
na ja - auch das ging gut.

ab nach salzburg.
HAHA! also auf welchen irrwegen ich durch die stadt gegurkt bin.
traum! sogar am domplatz durch die massen.

von dort wieder bundesstrasse.
aber im vergleich zu tirol ist hier praktisch nichts los.
das war mehr als geruhsam.
bis auf einige tunnels, die man mit dem fahrrad nicht benutzen durfte. grmpf
ich traf für mich folgende entscheidung: bis 500m trotzdem durch, ansonsten umfahren.
das machte jetzt - nach schon über 200km nicht mehr arg spass.
ausserdem war es sehr heiss und ich kam gefühlsmässig mit dem trinken nicht mehr nach.

aber - ansonsten tipp topp. wenn mein motor mal läuft, dann geht's dahin.
mein schnitt seit dem start (pause ausgenommen) lag grade so bei 30 km/h. so war meine spielerei die, dass ich in dem tempo nach wels kommen wollte.

wels war mein wunschziel und es war jetzt schon klar, dass ich das problemlos schaffen würde. noch besser, dass dies bedeutete mehr als 300km unterwegs zu sein.
das wollte ich immer schon mal.
meine weiteste distanz bis dahin waren 250km bei meiner letzten mehrtagesfahrt von mötz in die steiermark 2013.

in wels direkt zur fussgängerzone und hotel gesucht.
eigentlich wollte ich im gleichen übernachten, in dem ich bei den österreichischen und tiroler meisterschaften im halbmarathon 2011 mit meinen eltern und dem bua übernachtet hatte.
aber ... zwar beleuchtet, aber mittlerweile geschlossen.

ich fand aber gleich in der nähe einen sensationellen "ersatz".
hotel ploberger.
definitive empfehlung!
prima lage - preis/leitung sehr o.k. - radl durfte ich (pssst!) mit auf das zimmer nehmen - und ein frühstück ... wahnsinn.
die homepage lügt hier nicht.

aber das gehört ja schon zu tag 2. HAHA!

im zimmer eingecheckt, ausgiebig geduscht, radtrikot gewaschen und raus.
es musste natürlich ein italiener sein. gehört beim radeln wohl einfach dazu.
ich hatte auch da glück. sehr nettes lokal mit extrem freundlicher bedienung. da rentierten sich die 5 minuten warten auf den nächsten freien tisch jedenfalls.
(das lokal suche ich nochmal raus)

und zum krönenden abschluss ... ein eis!
sensationeller tag.

rennrad mötz - innsbruck - wörgl - lofer - salzburg - wels

59,0 km - 160 hm - 01:40:46 - 35,1 km/h

hier die runde als video aus der vogelperspektive!

BILDER FOLGEN NOCH!

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